Der Festaufbau einer Carrera Rennbahn bedarf einiges an Planung. Das Carrera Digital 132 Schienensystem stand von Anfang als Basis fest. Ebenso waren die Abmessungen von 178 x 555 cm vorgegeben. 

Bevor es an den Aufbau geht, muss der Streckenverlauf genau geplant werden. Der zur Verfügung stehende Raum sollte möglichst gut ausgenutzt werden. Dazu diente die Software Autorennbahnplaner NG. Damit entstand  auch das folgende Bild.
Es ergibt sich eine Streckenlänge von 21,01 m. Beide Spuren sind exakt gleich lang. Das Blitzsymbol steht für eine Zusatzeinspeisung. Vier Weichen ermöglichen den Spurwechsel. Eine Pitlane ist auch vorhanden. Die unterschiedlichen Farben stehen für die verschiedenen Kurven Radien (orange Radius 4, blau Radius 3, grün Radius 2 und gelb Radius 1. 

Die Dateien des Autorennbahnplaners können mit dem C3D Viewer eingelesen und visualisiert werden. Mit diesem Tool lässt sich auch überprüfen, ob jeder Fahrer möglichst alle Streckenabschnitte einsehen kann. Das ist besonders wichtig, wenn man Rennen fahren will.
Nun geht es an den Aufbau. Damit das Ganze Stabilität bekommt, habe ich eine Leiste an die Wand gedübelt.
Die Spanplatten liegen auf einer Leistenkonstruktion, die auf Unterstellböcken liegt. Um auf die entsprechende Höhe zu kommen, wurden Leisten mit Kabelbindern auf die Böcke gestellt.
Blenden als Begrenzung verhindern später, dass Autos von der Platte fallen.
Den Hintergrund "Schwarzwald-Baar" von Faller habe ich mit Tapetenkleister direkt auf die Raufasertapete geklebt. Die Struktur der Tapete drückt sich zwar etwas durch, jedoch bemerkt man das kaum. Auffälliger sind leider die Farbunterschiede der einzelnen Blätter der Tapete.   
... das heißt, was ist schon fertig? Es fehlen noch Gebäude, Zuschauer, Bäume usw. Der Bau geht also weiter.
Die Schienen liegen auf einem Kunstrasenteppich. Das dämpft später die Fahrgeräusche. Um die Überfahrt zu realisieren schnitt ich Styrodur®elemente zu und stellte sie unter die Schienen.
Die Schienenzwischenräume sollen mit Styropor ausgefüllt werden. Um die Rundungen möglichst passgenau zu fertigen, habe ich Packpapier unter die Schienen gelegt und mit einem spitzen Bleistift die Umrisse angezeichnet.
Das Styropor muss dann mit Bauschaum, Cuttermesser und Sandpapier begradigt und in die richtige Form gebracht werden.
Die Grasflächen entstehen folgendermaßen: Das Styropor wird mit Holzleim (verdünnt mit Wasser 1:1) bestrichen. Auf die noch nasse Fläche streut man feinen Sand, in meinem Fall aus dem Aquaristik Bedarf. Nach dem Trocknen bestreicht man den Sand mit reichlich, stark verdünntem (1:4) Holzleim. Der Sand saugt sich damit voll und nach dem Trocknen sind alle Sandkörnchen fest.
Der Sand wird nun erdfarben mit Abtönpaste gestrichen.
Nach dem Trocknen erfolgt die Begrasung. Grasleim kann man leicht selbst herstellen. Einfach Holzleim 1:1 mit Wasser verdünnen und ein paar Tropfen Spülmittel zugeben. Einfärben des Grasleims ist nicht notwendig, da dieser farblos abtrocknet. Alternativ gibt es Grasleim im Modellbahn Fachgeschäft fertig zu kaufen. Streugras kann man dort auch bekommen. Ich verwendete zwei verschiedene Sorten, 6mm und 3 mm in unterschiedlichen Farben. Die Grasfasern habe ich vor dem Begrasen gemischt. Die Fläche sieht dann später nicht so monoton aus. Weiterhin benötigt man ein elektrostatisches Begrasungsgerät. Das bekommt man teuer im Modellbahn Fachgeschäft oder wesentlich günstiger als Selbstbau (umgebaute, elektrische Fliegenklatsche) im Online Handel.
Zum Begrasen einen Teil der Fläche mit dem Grasleim bestreichen, den Nagel des Begrasungsgerätes in den Leim stecken und die Grasfasern in den Leim sieben. Das Begrasungsgerät darf dabei nur 1..2 cm über die Oberfläche gehalten werden, sonst reicht das elektrische Feld nicht aus, die Grashalme senkrecht zu stellen. Nach dem Trocknen kan man das Styroporelement umdrehen und die losen Grasfasern abklopfen. Diese kann man für das nächste Teilstück wieder verwenden.
So sieht es dann aus, wenn es fertig ist ...
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Update:25.03.2018